Ausflug in Berlin 2 – Dahme

Als wir vor ein paar Tagen über (Geburtstags) Ausflug in Berlin schrieben, haben wir versprochen, dass wir öfter solche Vorschläge veröffentlichen werden. Heute also ein Ausflug zur Dahme. Jeder Berliner weiß, dass Berlin an der Spree und Havel liegt. Manche kennen noch Panke (mal auch rote Panke genannt) und fast jeder hat auch den Landswehrkanal gesehen, den, wo Rosa und Karl ermordet wurden. Aber Dahme? Wobei: es ist ein schöner Fluß, wo im Spätsommer eine Regatta der originellen Wasservehikel organisiert wird. Dahme ist 95 Kilometer lang und fließt in Köpenick, also südöstlich von Berlin, vom Seddinsee zur Spree. Bis 1938 hieß sie Wendische Spree.

dahme5 dahme1 dahme2 dahme3Bei Fontane findet man Beschreibung der Dahme:

An der Brücke zu Cöpenick treffen zwei Flüsse beinahe rechtwinklig zusammen: die «eigentliche» Spree und die «wendische» Spree, letztere auch «die Dahme» geheißen. Die wendische Spree, mehr noch als die eigentliche, bildet eine große Anzahl prächtiger Seeflächen, die durch einen dünnen Wasserfaden verbunden sind. Ein Befahren dieses Flusses bewegt sich also in Gegensätzen, und während eben noch haffartige Breiten passiert wurden, auf denen eine Seeschlacht geschlagen werden könnte, drängt sich das Boot eine Viertelstunde später durch so schmale Defilés, daß die Ruderstangen nach rechts und links hin die Ufer berühren. Und wie die Breite, so wechselt auch die Tiefe. An einer Stelle Erdtrichter und Krater, wo die Leine des Senkbleis den Dienst versagt, und gleich daneben Pfuhle und Tümpel, wo auch das flachgehendste Boot durch den Sumpfgrund fährt. So diese Wasserstraße.

Auf der heutigen Schlossinsel in Berlin-Köpenick am Zusammenfluss von Dahme und Spree bestand im Mittelalter eine Slawenburg. Mitte des 12. Jahrhunderts residierte hier der Fürst des slawischen Stammes der Spreewaner – Jaxa von Köpenick, der sich Albrecht dem Bären, dem Gründer der Mark Brandenburg, wiedersetzte. Er wurde nach langem Krieg am 11. Juni 1157 besiegt, am Tag also der bis heute als Gründungstag der Mark Brandenburg gilt.

Hier ein Porträt von Jaksa (Jacza) z Kopanicy (so der polnische Name des Fürsten) aus dem Museum in Krakau (18. Jahrhundert). Den Jaksa kennt jeder Pole, weil er der erste slawische Fürst war, der eigenes Geld prägte – sog. Brakteat (eine Münze die nur vor einer Seite geprägt war):

Plik:Jaxa Brakteat.JPG

Idee des Beitrags und Fotos von Dahme-Regatta – Thomas, Rest – Ewa Maria Slaska und Wikipedia.

Informacje o ewamaria2013

Polska pisarka w Berlinie
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2 odpowiedzi na „Ausflug in Berlin 2 – Dahme

  1. Anne Schmidt pisze:

    Liebe Ewa, der Jaksa sieht aus wie mein Jesus aus der Dominikanerkirche unterhalb v. Wawel. Ist er etwa gar nicht Jesus, sondern Jaksa? Anne

  2. ewamaria2013 pisze:

    Nein nein, Jaksa ist im Kloster der Prämonstratenserinnen (Norbertarinnen/ Norbertanki) in Krakau, und überhaupt ist er auf dem Bild viel zu alt um als Jesus zu gelten :-))

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