Zapraszam / Ich lade ein

Alles am Freitag 20. September in Berlin.

Heute, also am 19. September, gibt es eine Ausstellungseröffnung in der Insel Galerie in der Torstraße 207 in Berlin-Mitte. Es ist schon 206. Ausstellung der Berliner Fraueninitiative Xanthippe, diesmal mit vier Künstlerinnen aus Gdańsk/Danzig und fünf aus Berlin.

Und morgen werde ich dort über polnische Künstlerinnen erzählen. Hier nun ein kleines Happchen von meinem Vortrag:

https://i2.wp.com/upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/9e/Rajecka_A_girl_with_a_dove.jpg/199px-Rajecka_A_girl_with_a_dove.jpgIm Gegensatz zu vielen anderen Lebensbereichen – wie etwa Landwirtschaft, Hauswirtschaft, Fabrikarbeit und Handwerk, aber auch Politik, Kultur oder der Einzelhandel – in denen Frauen sehr oft gleichberechtigt mit Männern tätig waren, existierten bis 19. Jahrhundert Bereiche, zu denen den  Frauen der Zugang rigoros verwehrt war: dazu gehörten traditioneller Weise die Kirche aber auch die Wissenschaft, Medizin und die bildende Kunst. Der Kunstbetrieb war bis Ende des 19. Jahrhunderts fast ausschließlich eine reine Männerdomäne. Die Möglichkeiten sich dort auszuprobieren oder das Kunst-Handwerk zu erlernen waren für Frauen stark begrenzt und standen im Prinzip nur Ehefrauen und Töchtern der Künstler zur Verfügung. Seltener Frauen aus adeligen Familien. Mitgliedschaften bei Gilden und Akademien waren ebenso begrenzt oder gar unmöglich. Die Ergebnisse der künstlerischen Tätigkeit von Frauen wurden oft dem Mann oder Meister der Künstlerin zugeschrieben. In den Ländern wo Malerei hoch geschätzt wurde – Italien, Niederlande, Spanien – gab es schon in der Renaissance und Barock eine kleine Anzahl von Malerinnen, die sogar internationale Anerkennung bekommen haben wie z.B. Sofonisba Anguissola in Spanien und Italien, Artemisia Gentileschi in Italien oder Maria Sibylla Merian in Deutschland und Holland. Aus Polen ist bis zum 19 Jahrhundert nur eine einzige bildende Künstlerin bekannt, die zudem nicht in Polen sondern in Frankreich tätig war: Anna Rajecka (1762 – 1832), eine Rokoko-Zeichnerin. Vermutlich eine uneheliche Tochter des letzten polnischen Königs, Stanisław August Poniatowski.

Also morgen in der Insel Galerie um 19.00 Uhr. Ewa Maria Slaska über polnische Künstlerinnen.

http://www.inselgalerie-berlin.de/demnaechst/

***Ausw  neu 08Ausw  neu 53Ausw  2 08IMG_0396Die Ausstellung von Karsten Hain „Die Schönheit der Blinden”, von der wir ausführlich berichtet haben, als sie im Frühling in Halle präsentiert wurde, kommt jetzt nach Berlin oder – genauer – nach Bernau bei Berlin. Meine Erfahrung sagt mir, dass man Bernau zwar mit der normalen Stadtverkehr erreichen kann, und nicht desto trotz kaum jemand diesen Ort kennt. Und dies ist Schade, weil es ein schönes mittelarteliches Städtchen ist, ein kleiner Bruder von Carcassonne in Frankreich und Paczków in Polen. Also bitte neben einen Besuch bei der Ausstellungseröffnung (oder auch Ausstellung) eine Stadtbesichtigung einzuplanen. Der Autor schreibt auf der Internetseite http://bildbeschreibungen.wordpress.com:

Die Schönheit der Blinden ab 20. September in Bernau

Ihr Lieben,

unsere Ausstellung “Die Schönheit der Blinden” wird im September 2013 in der Galerie Bernau bei Berlin zu sehen sein:

Freitag, 20. September, 19 Uhr | VERNISSAGE
21. September bis 2. November | AUSSTELLUNG 

GALERIE BERNAU
Bürgermeisterstraße 4

Dienstag bis Freitag: 10 bis 18 Uhr
Sonnabend: 10 bis 16 Uhr

***

Und noch eine Einladung: https://www.facebook.com/events/154053511462304/
– Präsentation der polnischen Ausgabe der Gedichte von Volker Braun (Gleichgewicht – Równowaga) im Buchbund (Neukölln, Sanderstr. 8). Auch um 19:00 Uhr.

volkerbraun

Volker Braun, der nach dem Abitur einige Jahre im Bergbau und Tiefbau arbeitete, bevor er an der Universität Leipzig Philosophie studierte, beschäftigt sich mit den Widersprüchen und Hoffnungen in einem sozialistischen Staat. Seit 1960 galt er in der DDR als staatskritisch, und oft gelang es ihm nur unter Einsatz taktischen Geschicks, seine Prosa oder Gedichte zu veröffentlichen. Seine Arbeit umfasst Gedichte, Theaterstücke, Romane und Erzählungen. Von 1965 bis 1967 arbeitete er auf Einladung von Helene Weigel als Dramaturg am Berliner Ensemble. 1982 verließ Braun den Schriftstellerverband der DDR. Seine Werke zeichnen in dieser Zeit zunehmend das Bild eines deprimierenden Lebens in der DDR. Nach der Wiedervereinigung beschäftigte er sich kritisch mit den Gründen für das Scheitern der DDR. Seine gesammelten Werke in zehn Bänden „Texte in zeitlicher Folge“ erschienen in Halle/Saale (1989–1993). Er ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Volker Braun lebt in Berlin.

Lesung & Gespräch mit Volker Braun.
Moderation Marek Zybura (Willy Brandt Zentrum / Wrocław)

Veranstalter: Das Willy Brandt Zentrum (Wrocław), Deutsch-Polnisches Magazin DIALOG, BuchBund

Eintritt: 5€

***

https://i0.wp.com/upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/87/Leopold_Pilichowski_Sukkot.jpg/311px-Leopold_Pilichowski_Sukkot.jpgAusserdem seit gestern ist es Sukkot oder Laubhüttenfest, das bis 25. September dauert.

Rechts: Das Bild von Leopold Pilichowski: Sukkot, 1894/95,
Jüdisches Museum, New York (Wikipedia Commons).

Es ist ein klassisches Erntenfest. Im 5. Buch Mose heisst es:
„Wenn nicht Arbaat haminim.jpgnur die Getreide-, sondern auch die Weinernte eingebracht ist, sollt ihr sieben Tage lang das Laubhüttenfest feiern. Begeht es als Freudenfest mit euren Söhnen und Töchtern, euren Sklaven und Sklavinnen und mit den Leviten in eurer Stadt, den Fremden, die bei euch leben, den Waisen und Witwen.“ Man geht in die Synagoge mit einem Palmen-, einem Myrten- und einem Weidezweig und einer Zitrone oder sog. etrog.

Also: Alles alles GUTE, meine Lieben! Chag Sukkot Sameach!

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Informacje o ewamaria2013

Polska pisarka w Berlinie
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