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Literatur-Nobelpreis geht an Swetlana Alexijewitsch

08.10.2015, 19:36 Uhr | dpa

Literatur-Nobelpreis 2015: Swetlana Alexijewitsch ausgezeichnet. Die weißrussische Schriftstellerin Swetlana Alexijewitsch. (Quelle: dpa)

Die Schriftstellerin und Journalistin Swetlana Alexijewitsch (67) wurde mit dem diesjährigen Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Das gab die Schwedische Akademie in Stockholm bekannt. Die Weißrussin bekam den Preis für ihr „vielstimmiges Werk”, welches „dem Leid und dem Mut unserer Epoche ein Denkmal” setzt.

Verliehen wird die mit 8 Millionen Schwedischen Kronen (etwa 850.000 Euro) dotierte Auszeichnung traditionell am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels, in der schwedischen Hauptstadt.

Das moralische Gedächtnis des zerfallenen Sowjetimperiums

Alexijewitsch ist mit einem ganz eigenen literarischen Stil zum moralischen Gedächtnis des zerfallenen Sowjetimperiums geworden. Sie hat mit ihren Collagen das Leid, die Katastrophen und den harten Alltag der Menschen in ihrer Heimat aufgearbeitet. 2013 erhielt sie dafür den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Alexijewitschs Werke sind „Romane in Stimmen”. Erstmals wandte die gelernte Journalistin ihre literarische Methode 1983 im Buch „Der Krieg hat kein weibliches Gesicht” an. Mit Interviews dokumentierte sie das Schicksal sowjetischer Soldatinnen im Zweiten Weltkrieg.

Porträts von Tschernobyl-Überlebenden

Für „Zinkjungen” (1989) sprach sie mit mehr als 500 Veteranen des sowjetischen Afghanistan-Feldzugs und Müttern gefallener Soldaten. Genauso porträtierte sie 1997 die Überlebenden der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Als ihr Großwerk gilt „Secondhand-Zeit” von 2013 – eine Sammlung von Stimmen über die erschütternden Erfahrungen des kommunistischen Experiments in der Sowjetunion.

Alexijewitsch wurde am 31. Mai 1948 im westukrainischen Stanislaw (heute Iwano-Frankowsk) geboren. Sie arbeitete nach einem Journalistik-Studium zunächst bei einer Lokalzeitung sowie als Lehrerin. Da sie unter dem autoritären Regime in Weißrussland öffentlich kein Gehör fand und ihre Werke nicht verlegt wurden, hielt sie sich viele Jahre im Ausland auf.

2011 zog sie trotz ihrer oppositionellen Haltung zurück nach Minsk. „Ich will zu Hause leben, unter meinen Leuten, meinen Enkel aufwachsen sehen”, sagte sie. Außerdem sei Quelle ihres Schaffens immer das Gespräch mit den Menschen gewesen. „Und das kann ich am besten hier und in meiner Sprache”, sagt Alexijewitsch.

Im vergangenen Jahr hatte die Nobel-Jury den Franzosen Patrick Modiano (70) für seine „Kunst der Erinnerung” geehrt, mit der er die unbegreiflichsten menschlichen Schicksale wachgerufen habe. Letzte deutschsprachige Preisträgerin war Herta Müller im Jahr 2009.

Zahlen und Fakten rund um den Literaturnobelpreis

Seit 1901 ist der Nobelpreis für Literatur bisher 107 Mal verliehen worden. Einige Zahlen und Fakten:

  • Es dominieren Preisträger aus dem westlichen Kulturraum. Führend ist Frankreich mit 15 Literaten. In den deutschsprachigen Raum ging die Auszeichnung bisher 13 Mal.
  • Nur viermal mussten sich zwei Autoren den Preis teilen, zuletzt 1974 die Schweden Eyvind Johnson und Harry Martinson.
  • Das Durchschnittsalter der Geehrten beträgt 65 Jahre. Der jüngste ist bisher Rudyard Kipling („Das Dschungelbuch”), der 1907 mit 42 Jahren ausgezeichnet wurde. Doris Lessing war dagegen schon 88 Jahre, als sie 2007 den Preis erhielt.
  • 13 Frauen haben bisher den Literaturnobelpreis gewonnen.
  • Zwei Autoren mussten oder wollten verzichten: der Russe Boris Pasternak, dem die Auszeichnung 1958 zugesprochen worden war, und der Franzose Jean Paul Sartre 1964.
  • Niemand hat mehr als einmal den Nobelpreis für Literatur erhalten. (Aber in anderen Sparten schon – Marie Skłodowska-Curie, polnische Chemikerin 1903 fżr Physik und 1911 für Chemie – Anm. d. Red.)
  • Der Preis wird für das Lebenswerk eines Literaten vergeben. Bei neun Autoren hob die Schwedische Akademie eine spezielle Arbeit hervor. Bei Thomas Mann etwa war es 1929 sein Roman „Buddenbrooks”, bei Ernest Hemingway 1954 „Der alte Mann und das Meer”.

Informacje o ewamaria2013

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