Eine Lesung „vom Blog”

monika-einladungDie kleine große Welt

Lesung mit Monika Wrzosek-Müller

20.10.15 | 19 Uhr | RegenbogenCafé

Lausitzer Straße 22
10999 Berlin

Geboren bin ich in Warschau, noch in den Kinderboom-Jahren, was zur Folge hatte, dass es überall eng war, die Aufnahmeprüfungen für die Oberschule oder an der Uni. Nach turbulenten Jahren in Warschau; Mitgliedschaft bei der Solidarność, Arbeit im Polnischen Fernsehen, Entlassung nach Verifikationsgesprächen, siedelte ich 1984 in die BRD erst nach Frankfurt/Main dann nach West-Berlin. Hier habe ich zwei Jahre Kunstgeschichte studiert. Einige Jahre arbeitete ich im Polnischen Kulturzentrum in Berlin und längere Zeit unterrichtete ich Deutsch als Fremdsprache für Ausländer in der VHS Neukölln. Immer wieder übersetzte ich auch längere Texte und Bücher aus dem Polnischen ins Deutsche z. B: Solidarność, Geschichte einer Gewerkschaft, Die zwei Köpfe des Adlers…
Es folgte ein vierjähriger Aufenthalt in Italien, der mein Leben erleuchtete und wärmte. Zurück in Deutschland lebte ich längere Zeit in Kleinmachnow und beschäftigte mich mit Yoga, ich absolvierte auch eine vierjährige Yoga Ausbildung, mehrere Reisen nach Indien und Sri Lanka. Bis jetzt unterrichte ich Yoga an verschiedenen Stellen. Ich bin verheiratet und habe einen Sohn.
Geschrieben habe ich eigentlich schon immer; auf Deutsch bewusst und persönlicher erst in der Abschlussarbeit für die Yoga Ausbildung. Einen Ansporn meine Gedanken wirklich niederzuschreiben gab mir Ewa, indem sie mir ein Plätzchen in ihrem Blog einräumte. Mit Erstaunen stellte ich fest, dass die Texte alle auf Deutsch aus mir herauskamen:

Und wie immer war die Überfahrt (nach Kladow zum Yogafestival) ein Erlebnis für sich; sie war in ihrem Kopf noch Meilen von dem Yoga Event entfernt; schaute verträumt um sich herum, auf das Wasser, die vielen Boote, die bewaldeten Ufer des Wannsees; die schöne Seite von Berlin stimmte sie melancholisch. So lange kämpfte sie schon mit sich um ihren Platz in diesem Berlin und den Platz von Berlin in ihr; es war unendlich schwer das zu verbinden, sich zu finden als Mensch, als Ehefrau, als Mutter, als Fremde, als Germanistin, als Arbeitskraft, als Yogalehrerin, als Übersetzerin und als Deutschlehrerin. Immer wieder nagte das Gefühl an ihr, nicht dazu zu gehören, etwas verpasst zu haben; sich nicht einmischen zu wollen, das Leben von außen zu betrachten, nicht bemerkt zu werden und nicht das eigentliche Leben zu leben. Es lag an ihr, der langsame passive Gang ihres Lebens, sich vorwärts schaukeln, wie die Wellen nach vorne rollen und schnell wieder zurückkehren, sich zurücknehmen, was man schon erreicht hat, zerstören. Die Überfahrt war lang und doch kurz oder genau richtig, um nicht zu lange grübeln zu können.

Eintritt frei – Spenden willkommen.

Eine Veranstaltung von Blog ewamaria2013 & Regenbogenfabrik

Informacje o ewamaria2013

Polska pisarka w Berlinie
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