Juhuuu! Ich! Ich und mein Blog! Ich!

Ewa Maria Slaska

Die Sache ist vielleicht nicht ernst, aber die Zusammenarbeit, die hier gelobt ist, entstand durch diesen Blog und ich bin stolz drauf!

Der Anfang aller Freuden war ein kleiner schöner SF Text von Anna Rosner aus Warschau über die Sprottauer Kleinbahn, den ich vor fast genau einem Jahr veröffentlichte, und der hier zu lesen ist… Bez biletu wysiadasz (Ohne Fahrkarte aussteigen)
https://ewamaria2013texts.wordpress.com/2015/06/17/nowa-polska-proza/

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Ich fand den Text so lustig, und schön, und lesewert, dass ich den obigen link hierher schickte mit der kleinen Frage, ob es für die Adressaten vielleicht interessant wäre… usw. Das „hierher” bedeutete in diesem Fall die Internetseite über die Kleinbahn in Schlesien und Lebuserland:

Die prompte und sehr freundliche Antwort kam von dem Koordinator der Seite Mieczysław Bonisławski samt den Text Wiadukt – ebenso ein SF Text über die Sprottauer Kleinbahn. Und ebenso lustig, schön, lesewert…

https://ewamaria2013texts.wordpress.com/2015/07/04/zima-mgla-pociagi/

Als Redakteurin fand ich es merkwürdig, dass diese kleine, nicht mehr existierende Bahnlinie zugleich zwei schöne Texte inspiriert hat, beide  aus der Gattung Science Fiction (aber nicht diese SF mit den Drachen und Magie, sondern – beide – in dieser angenehmer Form, wo alles fast real ist und nur die kleine Zeit- und Raumverschiebungen stattfinden).  Noch mehr: In den beiden ist auch die Wetterlage gleich – es ist kalt, dunkel und neblig…

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Beide Autoren – Anna Rosner und Mieczysław Bonisławski – publizierten noch hier weitere Texte (und ich hoffe, dass sie mir jetzt auch weitere zusenden:-).

Mieczysław Bonisławski stellte mir aber zugleich mehrere Fragen betreffend die Geschichte „seiner Kleinbahn” und Archivalien, die man eventuell gerade in Berlin aufbewahrt. Die Fragen konnte ich selber nicht beantworten, wusste aber sofort, dass ich dazu  Dr. Andreas Jüttemann brauche, denn ich aus unserer gemeinsamen Zeit im Verein Städtepartner Stettin kannte, dessen Vorsitzende ich (jetzt) bin (damals war ich aber noch keine ebenso wie er noch kein Doktor war) und der sich schon immer für Verkehrswesen interessierte… Wir haben uns aus den Augen verloren, aber doch jeder ist heutzutage zu finden, was eigentlich erschreckend ist, nun andersum – jeder ist früher oder später zu finden. Auch Andreas. Ich schrieb ihn an.

Er meldete sich umgehend, wir traffen uns zum Kaffee, schmieden mehrere Pläne miteinander…

 

Ja, wie man sieht, bei uns hat er dann im Oktober einen Vortrag gehalten, der unglablich spannend war (glaubt mir – man hätte nie gedacht, dass das Verkehrswesen so spannend sein kann) und mit Mieczysław Bonisławski machten sie gemeinsam eben Folgendes:

Der Architekten- und Ingenieurs-Verein zu Berlin lobt bis heute alljährlich einen Wettbewerb unter Architekturstudenten aus, um besondere architektonische und stadtplanerische Herausforderungen zu bearbeiten. Im Jahre 1925 war das Ziel des sog. „Schinkelwettbewerbs”, Bauideen für die Sprottauer Kleinbahn, eine unter chronischem Fahrgastmangel leidende Nebenbahn zwischen der schlesischen Kreisstadt Grünberg (Zielona Góra) und dem Ort Sprottau (Szprotawa) an der Bahnstrecke Berlin-Breslau, einzureichen.

Der junge Student der heutigen TU Berlin, Gerhard Weiler, gebürtig aus Rauscha () stammend, nahm daran teil und gewann. Später sollte er als Architekt bei der Reichsbahn anfangen.

Weilers filigran ausgearbeitete Pläne verschwanden in den Schubladen, da der Personenverkehr auf der Kleinbahn immer weiter zurückging und nach dem Zweiten Weltkrieg dann sukzessive eingestellt wurde. Vor einigen Jahren entdeckten polnische Eisenbahnenthusiasten die Geschichte der Strecke (die heute übrigens als Radweg dient) wieder und gründeten ein kleinen Eisenbahnmuseum in Grünberg.

Faksimiles der Pläne aus dem Architekturmuseum der TU Berlin werden zunächst vom 11.7-4.8.  in den Räumen des Architekten- und Ingenieursverein zu Berlin (AIV), der 1925 den Schinkelwettbewerb auslobte, gezeigt und gehen danach in den Bestand des Eisenbahnmuseums Grünberg über. Die Ausstellung, die in Kooperation mit dem Fachbereich Arbeitslehre, Technik und Partizipation an der TU Berlin erstellt wurde, ist mit Mitteln der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit gefördert worden.

Mit einer kleinen Präsentation am Montag 11.7 um 18 Uhr (mit Wein und Snacks) wird die Schau eröffnet und ist danach jeden Dienstag und Donnerstag zwischen 10-15 Uhr (und nach Vereinbarung) in den Räumen des AIV, Bleibtreustraße 33 (am Ku’damm), zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Dr. Andreas Jüttemann

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So also hat mein Blog es bewirkt, dass diese Ausstellung zustande gekommen ist…🙂

Informacje o ewamaria2013

Polska pisarka w Berlinie
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