Die Wahlen und die Mauer

13. Oktober 2019

30 Jahre Mauerfall: Migranten, Flüchtlinge und Grenzgänger am Stettiner Bahnhof

Es ist der Tag, an dem die Polen in Polen und im Ausland zu den Wahl-Urnen gehen, um über das Schicksal ihres Landes in nächsten vier Jahre und demnach in der weiteren Zukunft zu entscheiden. Es geht ihnen dabei um eine tiefgehende Wahl zwischen zwei Optionen – der proeuropäischen Demokratie und dem national-katholischen Konservatismus. Dazwischen liegt ein unüberwindbarer Graben, der quer durch Europa führt. Paradoxerweise machen wir uns Sorgen um die demokratische Zukunft EUs in der Zeit der Feierlichkeiten zum 30 Jahre des Falls der Berliner Mauer. Ist der Eiserne Vorhang zwischen Ost und West gefallen, um den Platz für den andere harte Grenze zwischen den beiden Teilen Europas zu machen?

An diesem schicksalträchtigen Tag laden wir ein zu einer Stadtteil-Führung um Nordbahnhof und Gedenkstätte für die Opfer der Berliner Mauer an der Bernauer Straße. Auch dabei geht es uns um die Grenzen zwischen den Welten. Der Bahnhof diente deren Überwindung, die Mauer – der Trennung.

Wir treffen uns heute (Sonntag 13. Oktober 2019) um 14 Uhr
vor dem Haupteingang zum Nordbahnhof
Invalidenstr. 131
10115 Berlin

Karte


Unseren Rundgang starten wir am Ort, der früher Hoffnung auf eine bessere Zukunft verhieß: am ehemaligen Stettiner Bahnhof (heute Nordbahnhof). Viele spätere Berliner kamen hier an, um ein neues Leben in der Hauptstadt zu beginnen.

Berlin Nordbahnhof (bis 1950: Stettiner Bahnhof) war einer der großen Berliner Kopfbahnhöfe. Bis 1952 war er Ausgangspunkt der Bahnstrecke zum pommerschen Stettin. Es existiert neben einem Gebäuderest des Vorortbahnhofs nur noch der unterirdische S-Bahnhof.

Direkt am Nordbahnhof liegt die Gedenkstätte für die Opfer, die an der Berliner Mauer gestorben sind.

Bei dem Rundgang erfahren wir vieles über die Berliner Mauer und ihre Opfer – Männer und Frauen, die – ebenso auf der Suche nach Glück und besserer Zukunft – ihr Leben ließen, um dem Regime in der DDR, der Volksrepublik Polen und der Sowjetunion zu entfliehen. Berliner Mauer ist wie kaum ein anderer Ort in Europa ein Symbol für die Teilung des Kontinents in Ost und West nach dem 2. Weltkrieg. Noch bis 1989 verlief durch Berlin der sog. Eiserne Vorhang, der fast einer Kriegslinie glich.

Und die Mauer ist hier immer noch da – ob als Gedenkstätte in der Bernauer Straße oder als die in den letzten Jahren entstandene Literatur, die sich mit diesem Thema befasst. Magdalena Parys ist als junges Mädchen aus Stettin nach Berlin umgesiedelt und hat sich 2011 in ihrem Erstlingsroman „Der Tunnel“ mit dem Thema der Berliner Mauer auseinander gesetzt. Ihr nächstes Buch, „Der Magier“ (2015), das in Osteuropa, u. a. an der bulgarischen Grenze spielt, wurde 2018 mit dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet.

Aber die Gedenkstätte der Berliner Mauer ist nicht nur den Opfer gewidmet.

Man findet hier auch mehrere Hoffnungssymbole – die Versöhnungskapelle, das Roggenfeld, die Glocke, das Kreuz…

Fotos: Ela Kargol / Foto von Magdalena Parys: Marian Stefanowski


Im Programm:
Besichtigung der Umgebung von Stettiner Bahnhof
Besichtigung der Gedenkstätte Bernauer Straße
Spaziergang der Mauer entlang mit Besprechung der Bücher von Magdalena Parys
Tschechisches Abendbrot im OstPost (Choriner Str.)

Unser Stadtführer Martin Januszewski ist ein gebürtiger Stettiner, der seit ca. 20 Jahren zwischen mehreren Welten und Kulturen pendelt.
Berlin and Potsdam Guide / Martin Januszewski


Kontakt: Ewa Maria Slaska, 0171 1939 582, ewaslaska@gmx.de

Anmerkung: Die Osteuropa-Tage Berlin fnden in diesem Format seit 2017 statt und werden seit diesem Jahr von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert. Dahinter steht ein interkulturelles Team, das aus dem Berliner Verein Städtepartner Stettin hervorgegangen ist.

Informacje o ewamaria2013

Polska pisarka w Berlinie
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Jedna odpowiedź na „Die Wahlen und die Mauer

  1. Liwia pisze:

    Bardzo fajne zdjęcia

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